Der Binderabstand wird im allgemeinen größer gewählt als beim Zimmermannsdach - normal 5 m. Sparren und Pfetten ordnet man nur bei Ziegeldächern an. Die Pfetten sitzen auf den Knoten des Obergurts, damit dieser nicht auf Biegung beansprucht wird (a). Sie werden entweder mit Kopfbändern versehen oder als Gelenkpfetten, bei großen Binderentfernungen auch als Gitterpfetten ausgebildet. Für Blech- und Pappdächer sind Sparrenpfetten im Abstand von etwa 1 m üblich (d). Bretterbinder (b) liegen meist in Abständen von 0,80-1,25 m, so daß Dachschalung oder -latten und auch die feuerhemmende Putzdecke unmittelbar auf bzw. unter den Binder genagelt werden können.
In der ältesten Form des Fachwerkträgers - Howescher Träger (140) - sind Druckschrägen an die Gurte mit Versatzung angeschlossen, als Vertikalstäbe sind Zugstangen aus Rundstahl (139) eingezogen mit angeschnittenem Schraubgewinde, das späteres Nachspannen ermöglicht.
Die modernen Verbindungsmittel Dübel und Nagel verlangen, daß mindestens ein Stab mehrteilig ausgebildet wird. Sind die Vertikalen nur auf Druck beansprucht, so können sie stumpf zwischen die Gurte gestellt werden, durch Knaggen vor dem Herausfallen gesichert (141). Bei wechselnder Beanspruchung müssen alle Füllstäbe im Knoten gefaßt, u. U. auch die Gurte mehrteilig ausgeführt werden (142).
Die Dübel - Hartholzrunddübel (144), Ringdübel (145), Tellerdübel und Krallenplattendübel (146, 147) - sind in die Berührungsflächen der zu verbindenden Hölzer (Mindestdicke 6 cm) je zur Hälfte eingelassen oder -gepreßt. Der Heftbolzen geht durch den Gelenkpunkt.
Schwächere Bohlen und Bretter werden mit Nägeln angeschlossen (143), die in der statisch erforderlichen Zahl gleichmäßig über die Berührungsflächen verteilt sind, gegen die Rasterlinien etwas versetzt, um die Faser zu wechseln (148).






