Hauptgebäude im Óbidos-Technologie-Park

 - Sabine Drey

Das Wettbewerbsprogramm für das neue Technologiezentrum in Óbidos sah neben einem Bürogebäude für kleine Start-up-Unternehmen eine zentrale »Piazza« als Herzstück für zukünftige Erweiterungen vor. Den Architekten stellte sich die schwierige Aufgabe, am Rand der portugiesischen Kleinstadt mitten in ländlicher Umgebung einen öffentlichen Platz zu schaffen. Mangels urbanen Umfelds orientierten sie sich an den großen Klosteranlagen der Region und entwickelten angelehnt an das Motiv des Kreuzgangs eine horizontale Struktur, die einen quadratischen Hof umgibt und versetzt über dem teilweise eingegrabenen Sockelgeschoss schwebt. Im »Kreuzgang« erschließt ein innerer Laubengang die kleinen Büroeinheiten, während sich unten die gemeinschaftlichen Nutzungen wie Versammlungsräume und Restaurant ebenerdig zur Piazza öffnen. Vier Treppenhäuser und ein Stützenpaar, das in einem künstlichen Hügel fußt, tragen die raumhohen stählernen Fachwerkträger des oberen Geschosses. Die Fassade ist dort mit weiß lackierten, perforierten Gerüstböden verkleidet, welche im massiven Sockelgeschoss unbehandelt blieben. Innen akzentuieren schwarz lackierte Flächen die Sichtbetonwände der zentralen Bereiche. In die Betonböden eingestreute Metallspäne werden im Lauf der Zeit den roten Farbton der Fassaden annehmen.

Hauptgebäude im Óbidos-Technologie-Park
© João Morgado